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Afraid of Destiny - Band-Line-up bei einem Liveauftritt 2024

Afraid of Destiny

Genre
Atmospheric / Depressive Black Metal
Herkunft
Italien
Status
Aktiv
Label
Talheim Records

Über Afraid of Destiny

Vitam Nihil Est und der Beginn als Einpersonenprojekt

Afraid of Destiny wurde 2012 in Italien als stark im Depressive Suicidal Black Metal verwurzeltes Projekt gegründet.

Adimere gründete das Projekt 2012 nach einem früheren Ambient-/Black-Metal-Versuch namens Vitam Nihil Est, unter dem ein Demo erschienen war. In einem Interview von 2015 beschrieb er, wie ein Freund ihn über Trist zum Depressive Black Metal führte; neben Austere, Woods of Desolation, Through the Pain, Heretoir und Gris nannte er Post-Rock und Shoegaze. Diese Aussagen verorten ein Einflussnetzwerk, ohne spätere Alben auf Nachahmung zu reduzieren.

Tears of Solitude und der Weg zur Band

Der frühe Katalog legte die introspektive und depressive Basis, von der aus sich die Gruppe später erweiterte.

Tears of Solitude erschien über Rigorism Production, nachdem das Label Adimere über Facebook kontaktiert hatte. Das frühe Einpersonenprojekt wurde später zur auftretenden Band, als die langjährigen Bekannten R.F. Sinister und M.S. hinzukamen: Der eine suchte eine depressive Liveband, der andere wollte auf die Bühne zurück, während Adimere seine Kompositionen immer live spielen wollte. Ein Interview von 2017 beschreibt den Übergang als organisch und nicht als formellen Neustart.

Agony und die Suche nach einer Identität

Mit dem Schritt zu Liveauftritten beschreibt die Band einen Wandel zu Atmospheric und Depressive Black Metal, ohne die frühere Identität aufzugeben. Francesco Chissalès verbindet die Band personell auch mit Nocturnal Nightmare.

Die Band beschrieb S.I.G.H.S. als Bewegung weg von einem eng definierten Depressive-Black-Metal-Rahmen hin zu atmosphärischer und Post-Black-Metal-Komposition. Teile des Materials bearbeiteten Ideen aus dem Umfeld von Tears of Solitude neu; die Interludes waren als Kapitel und nicht als Füllmaterial gedacht. Die Widmung an Venedig schafft einen geografischen und emotionalen Rahmen, dessen persönliche Bedeutung jedoch von den Musikern selbst erläutert werden sollte.

Die Produktionsgeschichte dokumentiert zunehmende Geduld. Das erste Demo wurde in einer Woche geschrieben und aufgenommen; die Musik für Agony benötigte mehr als ein Jahr, Stimmen und Texte verlängerten den Prozess auf ungefähr zweieinhalb bis drei Jahre. 2017 betrachteten die Mitglieder einen unverwechselbaren Bandsound noch als unfertig, sahen aber verbesserte Aufnahmen und stärkere emotionale Vermittlung als tatsächlichen Fortschritt. Jede Veröffentlichung sollte sich unterscheiden statt eine Formel zu wiederholen.

S.I.G.H.S., Venedig und die Europatour

Die mit Talheim verknüpften Eckpunkte sind S.I.G.H.S. (TR020CD, 2019) und Contra Omnes (TR084CD, 2023). Beide Alben dokumentieren eine Entwicklung über vier Jahre und sind keine austauschbaren Ausgaben desselben Werks.

S.I.G.H.S. bearbeitete Kompositionen neu, die ursprünglich für Tears of Solitude entstanden waren, und ordnete sie in drei größere, durch bewusste Zwischenspiele getrennte Kapitel. Geräusche aus der venezianischen Lagune gingen in Malinconica Venezia ein; die Stadt prägte Artwork, Texte und Gesamtkonzept. Eine Europatour mit zehn Terminen führte im März 2019 unter anderem durch Deutschland, Frankreich, Polen und Österreich. Dan Jackson spielte Bass, Thomas Major das Solo in Shells; Mitglieder traten zudem beim Wiener Set von Psychonaut 4 auf.

Contra Omnes und Talheim Records

Frühere Aufnahmen müssen ihre ursprüngliche Label- oder Independent-Zuordnung behalten.

Contra Omnes wurde zwischen 2019 und 2022 geschrieben und produziert und erschien am 24. März 2023. Die sieben Stücke mit rund 53 Minuten setzten die bereits um S.I.G.H.S. beschriebene Bewegung zu atmosphärischer und postmetallischer Weite fort. Die Talheim-Beziehung gehört in diese Veröffentlichungsphase.

Bühnenarbeit jenseits der DSBM-Konvention

Eine Ich-Aussage des Gründers von 2024 beschreibt das Projekt als aktiv und das Schreiben als stimmungsgebunden. Aktuelle Besetzung und weitere Pläne benötigen dennoch eine formelle Bandfreigabe.

Warum die Band diese Musik live spielen wollte

Afraid of Destiny wies die Vorstellung zurück, Depressive Black Metal müsse der Bühne fernbleiben. 2019 argumentierten die Mitglieder, die Vermittlung sei wichtiger als Genrekonventionen; Reaktionen des Publikums hätten gezeigt, dass die Botschaft live bestehen könne. Die Europatour setzte diese Haltung praktisch um und brachte zeitweilige Mitwirkende ein, ohne die Kerngruppe aufzulösen. Die Chronik berichtet Aussagen der Mitglieder zu Selbstverletzung und Suizidgedanken nur dort, wo sie damit Vorwürfe mangelnder Aufrichtigkeit zurückwiesen; sie übernimmt keine grafischen Details und macht Leid nicht zum Echtheitsbeweis.

Releases

Veröffentlichungen, die mit diesem Künstler verbunden sind.

Events

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